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Wiesloch / Walldorf

Gypsy Jazz, Weltmusik und Chanson

Mühlhausen. Die Reihe „Kultur im Bürgerhaus“ kann nach 18 Monaten Pause am Freitag, 24. September, endlich wieder starten. 
 
Eine feine Mischung aus vokalem Gypsy Jazz, Weltmusik und Chanson präsentiert das deutsch-französisch-polnische Quintett Marion & Sobo Band zusammen mit dem virtuosen und weltrenommierten Gitarristen Joscho Stephan als Ehrengast. Die Musiker bezaubern und begeistern ein generationsübergreifendes Publikum mit viel Charme, Humor, Leichtigkeit und Spielfreude. Beginn des Konzerts ist um 20 Uhr ihr Publikum. Einlass ist ab 19 Uhr.
 
Das Herz der Marion & Sobo Band sind die franko-amerikanische Sängerin Marion Lenfant-Preus und der polnische Gitarrist Alexander Sobocinski, genannt Sobo. Die charismatische Sängerin singt vom eleganten Französisch bis hin zum märchenhaften Romanes und weiß das Publikum auch mit improvisiertem Scat-Gesang zu begeistern. Die Musik ist „absolut unwiderstehlich“ (Folker Magazine) und geprägt von einer Vielfalt an Stilen, Stimmungen und Sprachen. „Histoires“, das neues Album von Marion & Sobo Band, erschien Ende Juni bei GLM Music.
 
Der Gitarrist Joscho Stephan prägt mit seinem Spiel den modernen Gypsy Swing wie kein anderer: Durch seinen authentischen Ton, mit harmonischer Raffinesse und rhythmischem Gespür, vor allem aber mit atemberaubender Solotechnik hat sich Joscho Stephan in der internationalen Gitarrenszene einen herausragenden Ruf erspielt.
 
Die Musiker spielen einige Eigenkompositionen der Band und interpretieren Klassiker des Gypsy Jazz als Hommage an ihre musikalischen Wurzeln von West- und Ost-Europa zwischen dem französischen Swing der 30er bis hin zu den traditionellen Melodien des Balkan.
 
Tickets gibt es ausschließlich online auf der Kultur im Bürgerhaus Homepage www.kultur-im-buergerhaus-muehlhausen.de/de/ihr-besuch/vorverkauf. Der Eintritt kostet 22 Euro, ermäßigt 20 Euro. Wenn die Kapazität es zulässt, gibt es einen Verkauf der Restkarten an der Abendkasse.
 
Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen.

Mitreißend: Duo Gitano

Walldorf. Im Rahmen des Corona-Förderprogramms der Stadtwerke Walldorf für Gastronomie und Kultur in Walldorf spielt am Freitag 17. September, in Tom’s Ibiza, Schwetzinger Straße 40, das Duo Gitano. Beginn ist um 18.30 Uhr.
 
Wer die „Gipsy Kings“ kennt, die seit 1988 die gefragteste Gipsy Flamenco-Gruppe der Welt ist, wird bei diesem Duo ganz auf seine Kosten kommen. Der Sänger, Angel Huertas, ein in Hessen lebender Spanier, kommt direkt aus den Reihen der Welt bekannten „Gipsy Kings“ aus Südfrankreich, mit denen er in der Sommersaison immer wieder tourt.
 
Wer auch nur die ersten Takte hört, erkennt sofort die Stimme der Gipsy Kings mit hohem Wiedererkennungswert unter anderem durch die mitreißenden Rhythmen der Welthits Bamboleo, Baile me, Vamos a Bailar oder Volare.
 
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.gipsy-dukes.de.

Visionäre Klänge und klingende Visionen

Walldorf. Angelehnt an ein ursprünglich zur 1250-Jahrfeier der Stadt Walldorf geplantes Programm stehen bei den diesjährigen Musiktagen visionäre Klänge und klingende Visionen im Fokus.
 
Zum Auftakt am Donnerstag, 23. September, präsentiert das Duo Gambelin mit Lucile Boulanger und Christian Elin unter anderem Werke von Ortiz, Sainte-Colombe, Bach und Elin. Das Duo bringt zusammen, was scheinbar weit voneinander entfernt liegt: Zum einen Instrumente, die sich historisch nie begegnet sind, und zum anderen musikalische Stile, zwischen denen gut drei Jahrhunderte Musikgeschichte liegen: In der faszinierenden Klangkombination von Gambe und Bassklarinette beziehungsweise Saxophon treffen Renaissance- und Barockmusik auf Jazz und Avantgarde. Besonders in Christian Elins Eigenkompositionen treten verblüffende Ähnlichkeiten der Musizierpraxis von Barockmusik und Jazz zu Tage.
 
Das Stuttgarter Schönberg-Sextett bringt am 25. September Arnold Schönbergs wegweisendes Melodram Pierrot lunaire zur Aufführung. Die Komposition gilt heute als Schlüsselwerk der musikalischen Moderne, doch bei den ersten Aufführungen provozierte das visionäre Stück immer wieder Proteste. Heute fasziniert es durch seine raffinierte Formanlage, farbenreiche Klangkombinationen und die damals völlig neuartige Vermischung von Sprech- und Singstimme. Flankiert wird Schönbergs Opus von Kompositionen aus der Feder von Bernstein und Varèse.
 
Seit Jahrhunderten ist die von Glasinstrumenten ausgehende Faszination ungebrochen. Der unwirkliche Klang der angestrichenen Gläser hat Künstler wie Mozart, Goethe und Schiller begeistert, und besonders im Zeitalter der Empfindsamkeit erfreuten sich Glasinstrumente großer Beliebtheit. Der schwäbische Dichter Schubart nannte die Glasharmonika ein „tief rührendes melancholisches Instrument“, jedoch gab es auch Zeitgenossen, die der esoterisch-erotischen Aura des Glasspiels kritisch gegenüberstanden und eine gesundheitliche Gefährdung davon ausgehen sahen. Am 3. Oktober stellt der Mannheimer Musiker Andrés Bertomeu das auch Glasharfe genannte Verrophon vor. Bertomeu ist einer der wenigen professionellen Spieler dieses seltenen Instruments.
 
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde von Italien aus das Spiel auf dem Kontrabass mittels neuer Techniken revolutioniert, wodurch ganz neue Ausdruckswelten auf dem tiefsten Streichinstrument möglich wurden. Alexis Scharff, Solokontrabassist des Kurpfälzischen Kammerorchesters, präsentiert am 7. Oktober Werke rund um den italienischen Virtuosen Giovanni Bottesini, der maßgeblich für die Aufwertung des Kontrabasses als Solo- und Kammermusikinstrument verantwortlich war und dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. Begleitet wird er von der preisgekrönten Pianistin Ekaterina Polykova.
 
Den Abschluss der Musiktage bildet am 10. Oktober die Uraufführung von Timo Jouko Herrmanns Melodram Song of the Earth auf einen Text des jüdischen Emigranten Kurt Klein. Der 1920 im Walldorf geborene Klein flüchtete 1937 angesichts des zunehmenden NS-Terrors in die USA, wo bereits seine Schwester lebte. Sein Bruder folgte ihm 1938 nach. Trotz aller Bemühungen gelang es den Geschwistern nicht, ihren Eltern die Ausreise zu ermöglichen. Sie wurden 1940 nach Gurs deportiert und später in Auschwitz ermordet. Im Gedenken an seine Eltern schrieb Klein das Poem Song of the Earth, dessen Titel auf Gustav Mahlers Lied von der Erde anspielt. Den Part des Rezitators übernimmt der US-amerikanische Tenor Joshua Whitener, der Ensemblemitglied des Mannheimer Nationaltheaters ist. 
 
Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Ermäßigungen gelten für Rentner, Studenten, Schüler
Kartenvorverkauf in Walldorf: Rathaus Walldorf, Nußlocher Straße. 45; Bücher Dörner, Bahnhofstraße 8; Zeltspektakel, Schwetzinger Straße (hinter dem Tierpark). Kartenreservierung und weitere Informationen: www.walldorfer-musiktage.de.

„Hierbleiben… Spuren nach Grafeneck“

Donnerstag, 16. September, 11 Uhr, auf dem Adenauerplatz

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Plakatmotiv: Porträt von Theodor Kynast (Charkow 1904 – 1940 Grafeneck). Foto: Bildarchiv Gedenkstätte Grafeneck – Dokumentationszentrum
 
Wiesloch. Am Donnerstag, 16. September, ab 11 Uhr ist das Straßentheaterprojekt des Reutlinger Theater in der Tonne e.V. in Wiesloch auf dem Adenauerplatz zu sehen.
 
Unter dem Titel „Hierbleiben… Spuren nach Grafeneck“ nimmt sich das Projekt ein historisch bedeutendes Ereignis der „Euthanasie“-Verbrechen zum Anlass. Durch die Begegnung mit den Darstellerinnen und Darstellern mit Behinderung im öffentlichen Raum wird auch ihre heutige Situation aufgezeigt.
Die berüchtigten „Grauen Busse“ kamen auch in die damalige „Badische staatliche Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke“ in Wiesloch und deportierten Menschen mit Beeinträchtigungen nach Grafeneck, die dort am Tag der Ankunft ermordet wurden. Insgesamt wurden im Jahr 1940 in der Zeit des Nationalsozialismus 10 654 Menschen mit Behinderungen oder geistigen Erkrankungen in Grafeneck ermordet, weil Sie den Nationalsozialisten als „lebensunwert“ galten.
 
In Anspielung an die „Grauen Busse“, die damals zur Deportation dienten, wurden 25 Herkunftsorte der Menschen mit Einschränkungen in Baden-Württemberg für das Straßentheaterprojekt ausgewählt. Grafen᠆eck selbst ist Teil dieser 25 Orte. Der Theaterbus fährt mit dem inklusiven Ensemble, Requisiten, Bühnenbild, Kunstobjekten, etc. direkt vor Ort, um die performative Aufführung umzusetzen. Unter der Regie von Theaterintendant Enrico Urbanek wird das Projekt vom Theater Reutlingen Die Tonne umgesetzt.
 
Bei diesem Projekt verbindet sich Choreografie, Musik, bildender Kunst, Medienkunst und dokumentarischen Elementen. Über eine facettenreiche Auseinandersetzung zwischen Ensemble und Publikum werden Denkanstöße gegeben, die weit über Betroffenheit einerseits und Information andererseits hinausgehen. Durch den Einsatz historischer Fakten in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum Gedenkstätte Grafeneck und dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) wird ein direkter regionaler und gesellschaftlicher Bezug hergestellt.
 
Der Bus verweilt dabei circa eineinhalb Stunden auf dem Adenauerplatz und bietet verschiedene Begegnungen mit dem Ensemble. Die Interaktionen mit dem Publikum können Aufgrund der Corona-Pandemie nur unter gebührendem Abstand stattfinden. Um die nötigen Abstände zwischen den Zuschauerinnen und Zuschauer während der Corona-Pandemie einzuhalten, wird auf dem Adenauerplatz eine Theatersituation aufgebaut, sodass Sitzplätze in einem abgesperrten Bereich vor der Bühne vorhanden sind. Der Eintritt ist frei, jederzeit kann man noch dazu stoßen und wieder weiterziehen.
 
Das seit 60 Jahren bestehende Theater Reutlingen Die Tonne hat bereits seit vielen Jahren Erfahrungen mit der inklusiven Theaterarbeit und präsentiert die entwickelten Inszenierungen regelmäßig auf Festivals im deutschsprachigen Raum. Seit 2012 gibt es am Theater Reutlingen Die Tonne eine von den örtlichen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen mitgetragene Initiative, bei der Menschen mit Beeinträchtigungen einen Teil ihrer Arbeitszeit am Theater absolvieren und dort eine künstlerische Ausbildung erhalten.
 
Weitere Informationen, Fotos sowie Aufführungstermine finden sich unter https://spuren-nach-grafeneck.de.

 

Musik, Kultur und Begegnung

Dielheim. Noch bis zum 26. September findet der 5. Dielheimer Herbst – Musik & Kultur statt. Nach der langen Zeit ohne Live-Musik und Events hoffen die Veranstalter auf eine Rückkehr zu liebgewonnenen Konzerten und Locations. Bekannte Künstler sowie alteingesessene oder auch aufstrebende (Nachwuchs-)Bands aus Dielheim und Umgebung wirken wieder mit oder stellen sich erstmals in der Gemeinde vor. Die meisten Veranstaltungen finden im Freien statt (mit Ausweichlocation bei schlechtem Wetter), manche sind zum Zuhören, andere zum Mitsingen. 
 
Geplant sind auch wieder die italienischen und türkischen Abende, der französische Nachmittag, ein Flohmarkt, ein Theaterstück, das Balzfeld Classics US-Car-Treffen sowie Picknick-Konzerte zu denen man Decken und Kühlbox mitbringen kann, an verschiedenen Orten und in verschiedenen Ortsteilen.
 
Das 36-seitige Programmheft liegt an vielen Auslagestellen im Ortsgebiet Dielheim aus oder ist online über die Webseite herunterzuladen. Das vollständige Programm und weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen, Künstlern, Veranstaltungsorten sind ebenfalls online unter www.dielheimer-herbst.de zu finden.
 
Für alle Veranstaltung gilt eine Vorab-Anmeldung und Sitzplatzreservierung, die im September geltenden AHA-Regeln müssen eingehalten werden.

Auf „Spurensuche“ durch Wiesloch wandeln

Wiesloch. (jdh) Wer einmal entspannt am Abend durch Wiesloch bummeln möchte, ist in der Zeit von Samstag, 18. September, bis Sonntag, 17. Oktober, im Bereich der Fußgängerzone zu einer „Spurensuche“ nach den Acrylbildern der Wieslocher Künstlerin Sigrid Lehr-Libnau eingeladen. 
 
Zur Malerei ist sie ursprünglich über ihre Freude an den Farben und den Wunsch, ein eigenes Bild zu besitzen, gekommen. Für sie war der Rückzug während der Coronakrise Startschuss dazu, „einfach ganz viel zu malen“, wie sie im Gespräch verrät – das sei ihre Leidenschaft und zugleich auch ihre Freiheit, ein Ausdruck von Freude und Sehnsucht. Viele der ausgestellten Werke seien in dieser Zeit entstanden. 
 
Die Bilder sollen geheimnisvoll sein, die unterschiedlichsten Interpretationen zulassen und offen mit dem Betrachter kommunizieren. Das Malen, so erklärt sie, ist für sie die Herausforderung, sich auf das Unbekannte und das Neue einzulassen. Sie will sich nicht festlegen auf einen Malstil oder eine Farbe. Und das spiegelt sich auch in ihren Bildern wider: Immer wieder findet sie die Neugierde, zu experimentieren und neue Ausdrucksformen oder Techniken auszuprobieren, die zu den unterschiedlichsten Ergebnissen führen können.
 
Ihre Malerei ist eine permanente Suche nach neuen Wegen und damit auch eine Reise. Eine, bei der sie bis zum Schluss nicht weiß, wo sie hinführt. 
Auf den Spuren dieser Reise können Interessierte jetzt bei einer Ausstellung der besonderen Art in vielen Wieslocher Geschäften wandeln: Unter dem Titel „Spurensuche“ sind dort die Bilder der Künstlerin versteckt, sowohl in Unterer als auch Oberer Hauptstraße, in den Seitenstraßen der Fußgängerzone und bis hin zur Altwieslocher Straße. Die Geschäftsleute haben sich die Bilder der Künstlerin ausgesucht und in ihren Räumen ausgestellt – auch die Stadt macht mit. Die Resonanz durch die Geschäfte sei überwältigend gewesen, meint Sigrid Lehr-Libnau. 
 
Für Teilnehmer am Rätselspiel heißt es, das Plakat der „Spurensuche“ im Schaufenster erkennen, dann auf Bildersuche gehen. Die Teilnahmescheine liegen in allen beteiligten Läden aus und können dort auch abgegeben werden. Wer alle Bilder entdeckt und die richtige Anzahl kennt, kann mit etwas Glück selbst ein Bild der Künstlerin sein eigen nennen. 
 
Eröffnet wird die Aktion, die letztlich auch einen Anstoß zur Begegnung in Wiesloch liefern möchte, am Samstag, 18. September, um 11 Uhr auf dem Platz vor Drogerie Werner und Stadtapotheke. Dazu gibt es passend zum Thema zwei handgemachte Musikstücke. Bei der Eröffnung müssen die Besucher auf die Corona-Abstandsregeln achten.