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Design, Fotografie und Videokunst im Dialog

Ausstellung wird am Donnerstag, 15. April, eröffnet

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Eines der ausgestellten Werke von Leon Emanuel Blanck. Foto: Blanck

Heidelberg. Am Donnerstag, 15. April, eröffnet Kultur Tandem International e.V. die neue Ausstellung „Fractures“ im Tandem Art Space am Heumarkt 2. Arbeiten von Leon Emanuel Blank, Markus Kaesler und Klaudia Laux treten in Dialog miteinander und sorgen für eine Verflechtung von (Mode)Design, Fotografie und Videokunst. 
 
Mit „Fractures – Brüchen“ stellen Leon Emanuel Blanck und Markus Kaesler Arbeiten in Dialog, deren Grundgemeinsamkeit in der Philosophie ihrer Entstehung liegt. Das Aufbrechen und Zusammenfügen. Aus der Mode und der Fotografie kommend findet diese Synthese aus Kreation, Destruktion und Rekonstruktion zwei- als auch dreidimensionalen Ausdruck.
Primäre Eigenschaften des Materials gewinnen an Einfluss auf die Arbeiten. Klassische Regeln der Verarbeitung werden gebrochen und zeigen die Emergenz in der Ausdruckstärke der Materialien im Kontext ihrer Bearbeitung auf. Ehrlichkeit und Authentizität in der Materialität spielen dabei eine zentrale Rolle.
 
Leon Emanuel Blanck stammt aus der „Anti-Mode“-Bewegung der 1990er Jahre und wurde 2012 vom gleichnamigen deutschen Designer ins Leben gerufen. Seitdem kreiert er in seinem Atelier in Deutschland. In den letzen Jahren hat Leon seinen Horizont über die Mode hinaus erweitert und druckt seine Kreativität in den Bereichen Skulptur und Design aus. Seine Kunst basiert auf einem originellen Konzept namens Anfractous Distortion. Die dreidimensionalen Arbeiten haben einen düsteren und antikonformistischen Charakter und basieren auf der Interaktion zwischen Material und Körper.
 
Die Arbeiten der Heidelberger Fotografen Markus Kaesler nehmen in ihrer Entstehung direkt Bezug auf die Arbeitsweise von Leon Emanuel Blanck. Kaesler setzt seine Fotografien, die sich mit zentralen gesellschaftlichen Problemen wie Umweltzerstörung oder Vertreibung auseinandersetzen, aus geschaffenen Einzelteilen so zusammen, dass die Kanten prominent in Erscheinung treten und den Bildeindruck prägen.
 
Über Teile der Ausstellung legt sich eine Videoarbeit von Klaudia Laux mit dem Namen #1 auto_nomía | Car Wash: Die automatisierte Autowaschanlage als Metapher für die zeitlich rationierte, Effizienz-orientierte Endphase des Industriekapitalismus, für den Gegensatz von Innen- und Außenleben.
 
Die Ausstellung läuft bis zum 2. Mai. Besuchszeiten sind Mittwoch bis Freitag, 15 bis 18 Uhr, mit Anmeldung per E-Mail an tandemartspace@kulturtandem.de, unter der Berücksichtigung der geltenden Corona Vorschriften. 

Onkel Fisch – Action Kabarett

Heidelberg. Das Kultufenster präsentiert am Mittwoch, 21. April, das Action Kabarett „Onkel Fisch“ – der satirische Jahresrückblick mit dem Witzigsten aus 2021 – im Livestream. 
 
Im Radio blicken „Onkel Fisch“ für WDR 2 und SWR 3 alle sieben Tage in ihren hochgelobten Sendungen auf die Woche zurück. Hier wird nach Herzenslust gespottet, gelobt, geschimpft, gesungen und getanzt. Action-Kabarett direkt aus den kreativen Köpfen zweier preisgekrönter und erfahrener „Meister der Kleinkunst“ (Main Echo).
 
Das Team des Kulturfensters fangt mit vier Kameras das Geschehen hautnah im Saal des Kulturfensters ein. Das Action-Kabarett von „Onkel Fisch“ wird live gesendet. „Onkel Fisch“ war für das Kulturfenster einer der wichtigsten Anlässe ins Livestream-„Geschäft“ einzusteigen. „Es hat so Spaß gemacht die beiden durch die Kamera zu sehen. Welche Freude! Daher haben wir sie natürlich gleich eingeladen bei den Livestreams dabei zu sein. Wir wünschen viel Vergnügen! Und sind sicher, dass Sie das haben werden“, so Roger Back vom Kulturfenster.
 
Der Livestream ist am Mittwoch, 21. April, um 20.30 Uhr zu sehen. Onlinetickets (für 12 Euro das Einzelticket oder für 20 Euro das Paar-/Familienticket plus Systemgebühr) gibt’s auf www.kulturfenster.de. Hier finden sich auch weitere Infos.

Wieder Kultur unter freiem Himmel

Heidelberg. Als der Lockdown im Frühjahr 2020 gelockert wurde, begannen im Karlstorbahnhof sofort die Planungen für eine Sommerbühne. Bis diese Mitte Juli eröffnet werden konnte, vergingen allerdings noch einige Wochen. Dennoch wurde die Sommerbühne mit wöchentlich drei bis vier Veranstaltungen bis Oktober ein voller Erfolg, von dem auch zahlreiche kooperierende Kulturpartner profitierten. Durch das frühzeitige Bemühen um die notwendigen Genehmigungen hat der Karlstorbahnhof nun die Grundlagen für eine Eröffnung der Sommerbühne geschaffen, sobald die Coronaverordnung wieder Veranstaltungen unter freiem Himmel erlaubt. 
 
Wann das Infektionsgeschehen Lockerungen für Veranstaltungen zulässt, ist in diesem Jahr leider noch nicht abzusehen. Dennoch ist es wichtig, die grundlegenden Voraussetzungen zu schaffen und die notwendigen Nutzungsgenehmigungen für die Bespielung von Außenflächen einzuholen. Der Karlstorbahnhof hat sich deshalb frühzeitig darum bemüht, die Sommerbühne vor dem Haus auch für dieses Jahr wieder genehmigen zu lassen. Nun hat die Stadt Heidelberg grünes Licht gegeben: Sobald es die Coronaverordnung des Landes wieder zulässt, kann es unter dem Bäumen auf dem Vorplatz wieder losgehen mit Kultur unter freiem Himmel. 
 
Wie im vergangenen Jahr plant der Karlstorbahnhof wieder Kooperationen mit zahlreichen, Institutionen, kulturellen Einrichtungen und Initiativen, von denen viele selbst keinen eigenen Außenbereich zur Verfügung haben. Fest stehen bereits gemeinsame Veranstaltungen mit dem Montpellierhaus, dem Medienforum, den Jüdisch-Muslimischen Kulturtagen, dem Amt für Chancengleichheit und dem Poetry-Slam-Kollektiv Word Up! Heidelberg. Außerdem soll wieder die freie Szene der Region eingebunden werden, so ist bereits ein Konzert mit der Heidelberger Sängerin und Gitarristin Zelia Fonseca geplant. Außerdem wird es das neue Format Voyage Voyage geben, das akutes Fernweh mit einer musikalisch-kulinarischen Reise zu lindern verspricht.
 
Hier eine erste Auswahl an geplanten Terminen (unter Vorbehalt): Voyage Voyage – France: Eine musikalisch-kulinarische Reise nach Frankreich am 4. Juni; Zelia Fonseca & Magdalena Matthey: Folk & Jazz mit südamerikanischen Rhythmen am 5. Juni; Sepalot Quartet (Nachholtermin, ausverkauft) am 6. Juni und Masha Qrella: Konzert in Kooperation mit den Jüdisch-Muslimischen Kulturtagen am 20. Juni.
 
Alle Infos und Ticketverkauf unter www.karlstorbahnhof.de

Bürgerentscheid war erfolgreich

Heidelberg. Der Bürgerentscheid am 11. April gegen die Verlagerung des Landes-Ankunftszentrums für Geflüchtete auf die Wolfsgärten war erfolgreich. 70,3 Prozent der Wählerinnen und Wähler stimmten mit „Ja“ gegen einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss aus dem vergangenen Jahr. Mit 30 496 Stimmen für diese Position wurde auch das sogenannte Quorum von mindestens 21 841 Stimmen erreicht. Damit ist der Gemeinderatsbeschluss vom Juni 2020 aufgehoben. Das Gremium hatte damals einer Verlagerung des Ankunftszentrums des Landes auf die Wolfsgärten zugestimmt.
Für die Verlagerung des Zentrums hatten 12 868 Wahlberechtigte (29,7 Prozent) gestimmt. Die Wahlbeteiligung betrug 39,86 Prozent. 
 
Der Bürgerentscheid richtete sich gegen eine Verlagerung des Ankunftszentrums für Geflüchtete, welches das Land Baden-Württemberg derzeit im Patrick-Henry-Village (PHV) betreibt, auf die Fläche Wolfsgärten in Wieblingen. Der Heidelberger Gemeinderat hatte im Juni 2020 einen Masterplan für die Entwicklung von PHV zu einem modernen Stadtteil für 10 000 Einwohner beschlossen. Um dem provisorisch auf PHV eingerichteten Ankunftszentrum eine sichere Zukunft in Heidelberg zu geben, hatte der Gemeinderat einer Verlagerung der Einrichtung auf die Wolfsgärten zugestimmt.
 
Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner verkündete das vorläufige amtliche Endergebnis um 19.33 Uhr pandemiebedingt per Livestream aus dem Neuen Sitzungssaal des Heidelberger Rathauses. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 39,86 Prozent. 43 364 Bürgerinnen und Bürger gaben eine gültige Stimme ab. Davon votierten 12 868 (29,7 Prozent) mit „Nein“ auf die Frage „Sind Sie gegen eine Verlagerung des Ankunftszentrums für Flüchtlinge an das Autobahnkreuz auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche Wolfsgärten?“. 30 496 (70,3 Prozent) kreuzten das „Ja“ auf dem amtlichen Stimmzettel an.

Gebrauchte Fahrräder gehen auf große Fahrt

Heidelberg. Eine große Sammelaktion von gebrauchten Rädern startet. Sie sind für das südafrikanische Township Ratanda (90 000 Einwohner) bestimmt. In Südafrika steckt das Radeln noch in den Kinderschuhen, aber die Menschen in Ratanda haben das Rad für sich entdeckt, weil bereits zweimal ein Container gefüllt mit Spendenfahrrädern dort angekommen ist. Sie müssen oft weite Distanzen zu Fuß zurücklegen. Da ist das Rad eine echte Hilfe. Gerade jetzt wäre Nachschub dringend nötig.
Mandoza Radebe und sein Team machen die gebrauchten Fahrräder wieder flott. Mandoza ist ein junger Mechaniker. Er hat hier am Neckar, im Radhof Bergheim drei Monate lang gelernt, wie man Räder fachmännisch repariert. In seiner Heimat hat er danach ein Radzentrum aufgebaut. Da gibt es Reparaturen, Kurse zur Radmechanik, zum Radfahren, drei Radsportgruppen für Jugendliche, Frauen und Männer. Das Radzentrum ist ein echtes Highlight in Ratanda.
 
300 Räder passen in einen Container. Der Radhof Bergheim und der Verein Voices-for-Africa bitten um Radspenden! Egal ob große oder kleine, ob Mountainbikes, Rennräder oder Omas Oldtimer – jedes Fahrrad ist nützlich. Besonders gesucht sind Kinderräder. Die Räder werden bei Bedarf abgeholt. Wer die Möglichkeit hat, sollte sie bitte beim Radhof Bergheim in Heidelberg, Bergheimer Straße 101 (nicht weit vom Hauptbahnhof) abgeben. Informationen gibt es auch unter Telefon 06221/ 970382.
 
An dem Heidelberger Gemeinschaftsprojekt „Fahrräder für Südafrika“ beteiligen sich der Ver-ein Voices for Africa e.V., der Verein zur beruflichen Integration und Qualifizierung VbI e.V. und der südafrikanische Verein Radhof SA aus Ratanda, einem Township von Heidelberg/Gauteng/Südafrika.