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25 Jahre Straßenkatzen e.V.: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es“

Heidelberg. In diesem Jahr feiert der gemeinnützige Verein Straßenkatzen e.V. sein 25-jähriges Bestehen. Aus diesem freudigen Anlass findet am Sonntag, 24. März, der erste von zwei Jubiläumsbasaren statt, zu dem die Bevölkerung sehr herzlich eingeladen ist. Veranstaltungsort ist von 11 bis 17 Uhr das Bürgerzentrum Heidelberg-Kirchheim, Hegenichstraße 2. Neben der gewohnten Vielfalt des Basarangebots erwartet die Besucher ein umfangreiches Programm, das die folgenden Punkte beinhaltet: Verkauf hochwertiger Bastelarbeiten, „Antons Café“ mit leckerem, selbst gemachtem Kuchen sowie Informationen über die Aktivitäten des Vereins. 
 
Alle Einnahmen werden für die kostenintensive Tierschutzarbeit – vor allem die Kastration und (tiermedizinische) Versorgung verwilderter Hauskatzen – verwendet. Seit einem Vierteljahrhundert setzt sich der Verein für die verwilderten Hauskatzen in der Region ein. Wollte man ein Motto für die oft mühevolle Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter finden, so ließe sie sich wohl am besten mit diesem Satz von Erich Kästner charakterisieren: „Es gibt nichts Gutes, außer: Man tut es“. In vielen Fällen konnte der Verein den Not leidenden Samtpfoten helfen. Jedoch leben auch in Heidelberg und Umgebung weiterhin zahlreiche Katzen auf der Straße, wo sie oftmals qualvoll zu Grunde gehen, verhungern oder überfahren werden. 
 
Die Ursache dieses Tierleids sind unkastrierte Hauskatzen mit Freigang, deren Halter nicht rechtzeitig für die Kastration ihrer Katze sorgen. Somit zeugen Freigängerkatzen weiter Nachwuchs mit Streunern ... und die Streunerkatzen vermehren sich immer weiter. Die Zahl der Nachkommen von nur einer Katze steigt nach nur vier Jahren in die Tausende! Die einzig sinnvolle und tiergerechte Methode, um die Population der Streunerkatzen einzudämmen, ist und bleibt die Kastration. 
 
Um die Situation der verwilderten Hauskatzen nachhaltig zu verbessern – und dafür setzt sich Straßenkatzen e.V. seit Jahren nachdrücklich ein- , wäre die Einführung einer Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Freigängerkatzen nach dem Paderborner Modell dringend geboten. Die Verordnung besagt, dass privat gehaltene Katzen und Kater mit Freigang bei Erreichen der Geschlechtsreife kastriert, gekennzeichnet und registriert werden müssen. Dass der Verein die Verantwortlichen in der Region noch nicht von der Kastrationsverordnung überzeugen konnte, ist ein großer Wermutstropfen in der langjährigen Erfolgsgeschichte von Straßenkatzen e.V. 
 
Angesichts dieser Problematik verwundert es nicht, dass der Verein ständig zutraulich gewordene Samtpfoten verschiedenen Alters an verantwortungsvolle Menschen abzugeben hat (Kontaktmöglichkeiten unter Telefon 06221/780910 (AB) oder per E-Mail strassenkatzen@strassenkat zen.de). Zuwendungen auf das Spendenkonto IBAN DE95 6725 0020 0000 0458 29 (Sparkasse Heidelberg) werden dankbar entgegen genommen.

"Heidelberger Frühling": Das Lied der Romantik trifft auf neue Ideen

21. bis 24. März – Themenwochenende „Neuland.Lied“ im „Heidelberger Frühling“ 

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Benjamin Appl hat die Nazi-Umdichtungen Schumannscher Lieder entdeckt und daraus eigens für „Neuland.Lied“ ein Programm entwickelt, mit dem am 21. März das Liedfestival eröffnet wird. Foto: Lars Borges 

Heidelberg. Der Liedschwerpunkt „Neuland.Lied“ innerhalb des „Heidelberger Frühling“, ein Projekt des Liedzentrums des Festivals, ist einzigartig in der deutschen Festspiellandschaft. In diesem Jahr widmet sich „Neuland.Lied“ in 12 Konzerten vom 21. bis 24. März vor dem Hintergrund des Leitgedankens der Festivalausgabe 2019 „Wie wollen wir leben?“ dem politischen Lied. Dieses war immer wieder Mittel, um Utopien zu formulieren und zum Handeln anzuregen durch die dort verhandelten Hoffnungen und Fantasien. Politische Lieder beziehen konkret Stellung, der der Zuhörer sich in ihrer Unmittelbarkeit nicht entziehen kann. Sie verspotten oder zelebrieren jeweils herrschende gesellschaftliche Ordnungen. Es sind Geschichten über Emanzipation, Propagandagewalt und Systemkritik. 

Für „Neuland.Lied“ sind gemeinsam mit herausragenden Sängern wie Benjamin Appl, Daniel Behle, Georg Nigl und Julian Prégardien eigens entwickelte Programme entstanden, die die universelle Kraft des Liedes beleuchten. Dazu gehören klassische Liederabende ebenso wie Konzerte, die viel Raum für neue Ideen bieten. Der „Heidelberger Frühling“ sieht sich als Labor der Zukunft des Liedes, als ein Open Space, in dem Innovation gelebt wird. Hier trifft das Lied der Romantik auf Neue und Alte Musik. Es soll ein Austausch darüber entstehen, wie Vergangenheit und Gegenwart künstlerisch verbunden werden können, um die Gegenwart und den Weg in die Zukunft zu gestalten. 
 
„Unsere Aufgabe ist es (…), Freiräume für Entwicklung von Projekten zu gestalten, zu motivieren, sich neu mit dem Repertoire auseinanderzusetzen. Auf den Punkt gebracht: Wir wollen ermöglichen“, formuliert es Intendant Thorsten Schmidt in seinem Essay „Strange Fruit“ über die gesellschaftliche Kraft des Liedes. Thorsten Schmidt wird zur Eröffnung von „Neuland.Lied“ am Donnerstag, 21. März, sprechen.
Benjamin Appl, Alumnus der festivaleigenen Lied Akademie, eröffnet „Neuland.Lied“ am Donnerstag um 11 Uhr in der Alten Aula der Universität Heidelberg mit einem Programm, das er eigens zum Thema politisches Lied entwickelt hat. Für den Heidelberger Frühling ist er in die Archive gestiegen und hat die Nazi-Umdichtungen Schumannscher Lieder entdeckt. Sie werden in der Gegenüberstellung mit Liedern aus Theresienstadt als Mahnrufe zur Aufführung kommen. 
 
Georg Nigl suchte einen Ort, zu dem Wolfgang Rihm eine enge Beziehung hat, um die ihm gewidmeten Rihm-Lieder uraufzuführen. Er fragte den Heidelberger Frühling, bei dem am 21. März nun Rihms „Vermischter Traum“ für Bariton und Klavier aus der Taufe gehoben werden. Mit Daniel Behle hat das Festival ebenfalls ein exklusives Programm zum Thema politisches Lied erarbeitet: Im Zentrum steht Richard Strauss’ „Krämerspiegel“, ein Spottlied auf die großen Musikverlage, umrahmt von Liedern von Schubert, Schumann, Beethoven, MendelssohnBartholdy und Wolf (22. März). Julian Prégardien und Kristian Bezuidenhout hat der Frühling gebeten, ausgehend von Beethoven als dem „Urvater“ des deutschen politischen Lieds, ein Programm zu entwerfen: Sie gestalten eine Matinee rund um Beethovens Lied „Der Mann von Wort“. 
 
Unmittelbar mit dem politischen Lied verbunden ist der Komponist Hanns Eisler, der mit über 500 Liedern die Zeitläufe begleitet, die ihn selbst nicht in Ruhe ließen. Holger Falk und Steffen Schleiermacher unterteilen ihr Eisler-Programm bei „Neuland.Lied“ in die vier Abschnitte „Der Antifaschist“, „Der Sozialist“, „Der Flüchtling“ und „Der Staatskomponist“ (22. März). Eine Besetzungsänderung gibt es beim Schubert-Liederabend der Franui Musicabanda und einen verschwundenen Sänger „Dort ist das Glück“: Die Schauspielerin Dagmar Manzel liest die Liedtexte Schuberts anstelle von Sven-Eric Bechtolf. Die Musicabanda Franui eignet sich die Schubert’sche Musik mit dem Instrumentarium einer österreichischen Tanzkapelle an: hohes und tiefes Blech, Holzbläser, Volksharfe, Zither und Hackbrett (22.März). 
 
Ebenfalls bei „Neuland.Lied“ zu hören sind Elisabeth Kulman mit ihrer Musikshow-Collage „La femme c’est moi“ (21. März) und das venezianische Programm von Nuria Rial, Avi Avital und dem Venice Baroque Orchestra (23. März). Zeitlgeich findet von 21. bis 24. März die Lied Akademie mit ihrem künstlerischen Leiter Thomas Hampson statt. 
 
Restkarten für die Veranstaltungen des „Heidelberger Frühling“ sind bei den Geschäftsstellen der Rhein-Neckar-Zeitung, unter der Telefonnummer 06221/ 5840044 und auch online unter www.heidelberger-fruehling.de erhältlich.

Die Aussenspiegel: „Gefährliche Liebschaften“

Heidelberg. Paris, um 1780. Die junge, unschuldige Cécile de Volanges hat eine behütete und fromme Erziehung im Kloster genossen. Nun, da sie reif für die Vermählung ist, führt ihre Mutter sie in das gesellschaftliche Leben ein und plant eine gute Partie für sie. Vollkommen ahnungslos gerät Cécile dabei in die raffinierten Intrigen und Machtspiele ihrer Tante Marquise de Merteuil, die einen teuflischen Plan schmiedet ... 
 
Im 25. Jahr ihres Bestehens präsentiert die Theatergruppe „Die Aussenspiegel“ das Stück „Gefährliche Liebschaften“ von Christopher Hampton, Bearbeitung: Martin und Alissa Walser. Das Stück basiert auf dem mehrfach erfolgreich verfilmten gleichnamigen Briefroman. Freuen dürfen sich Theaterfreunde auf einen abwechslungsreichen und spannenden Abend. Weitere Aufführungstermine sind am Donnerstag, 21. März, 20 Uhr, Freitag, 22. März, 20 Uhr, Samstag, 23. März, 20 Uhr und am Sonntag, 24. März, 17 Uhr im TiKK, Theater im Kulturhaus Karlstorbahnhof, Am Karlstor 1, 69117 Heidelberg.
 
Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro; Tickets gibt es im Vorverkauf unter Telefon 06221/978924 und online unter www.karlstorbahnhof.de 

terre des hommes: Faszination Vietnam

Heidelberg. Vietnam ist etwa so groß wie Deutschland, hat ebenso viele Einwohner, eine jahrtausendealte Kultur und in den vergangenen Jahren eine rasante wirtschaftliche Entwicklung genommen. Andreas Rister, Referent beim internationalen Kinderhilfswerk terre des hommes, präsentiert in seiner Multivisionsschau „Faszination Vietnam“ am Donnerstag, 21. März, um 19.30 Uhr in der Volkshochschule Heidelberg e.V., Bergheimer Straße 76, das ganze Spektrum des Landes. In 90 Minuten vermittelt er Eindrücke aus den boomenden Millionenstädten Ho-Chi-Minh-Stadt und Hanoi, nimmt die Zuschauer mit in das Weltnaturerbe „Ha Long Bucht“, auf den 3143 Meter hohen Fansi-Pan und besucht die vielfältigen Projekte, mit denen terre des hommes die Schulbildung und Gesundheit von Land- und Stadtkindern verbessert. 
 
Etwa 1300 Ehrenamtliche sind in Deutschland zur Zeit für terre des hommes aktiv. Auch in Heidelberg engagiert sich seit 50 Jahren eine terre des hommes-Gruppe. Sie freut sich, die Multivisions-Schau mit freundlicher Unterstützung der Volkshochschule Heidelberg e.V. präsentieren zu können. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Der Vortrag findet im Saal der Volkshochschule Heidelberg, Bergheimer Straße 76, statt.

DAI: Brexit – Was nun?

Heidelberg. David Cameron kündigte das Brexit-Referendum an in der Hoffnung, damit ein für alle mal die Frage der britischen EU-Mitgliedschaft zu entscheiden. Dieses Ziel hat er komplett verfehlt: Heute ist Großbritannien gespaltener denn je zwischen jenen, die zunehmend frustriert sind, dass der Brexit noch nicht umgesetzt ist, jenen, die ihn um jeden Preis aufhalten möchten und noch vielen anderen mehr, die angesichts des vollständigen politischen Chaos verzweifeln, das der Brexit verursacht hat.
 
Aber wie geht es mit Großbritannien und Europa weiter? Kann der politische Betrieb in den Normalzustand zurückkehren, oder ist er dauerhaft beschädigt? Was sollte die progressive Antwort auf den Brexit sein? Und vor allen Dingen: Was, wenn überhaupt irgendetwas, kann gegen die tiefsitzende Entfremdung getan werden, die von vornherein zum Brexit führte – und einer Welle ähnlicher Stimmungen in ganz Europa. Bei der Podiumsdiskussion „Brexit – Was nun?“ am Samstag, 23. März, 20 Uhr im DAI werden die beiden Abgeordneten Eingangsstatements halten, gefolgt von kürzeren Eingangsstatements der beiden Vertreter/-innen von Labour Germany, dann in ein Gespräch treten, an dem auch bald das Publikum mit Fragen und Kommentaren teilnehmen kann.
 
Die Diskutanten sind: Ann Pettifor (Impulsgeberin Green New Deal), Lothar Binding MdB (SPD), Jane Croucher (Labour Germany), Steve Hudson (Labour Germany), Chair: Jakob Köllhofer, DAI Heidelberg, Moderation: Alison Jones, Sprache: Englisch. Die Veranstaltung findet im Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg, Sofienstraße 12, 69115 Heidelberg in Kooperation mit Labour Germany und der SPD Heidelberg statt. Der Eintritt ist frei, weitere Infos unter https://dai-heidelberg .de/de