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Französisches Flair in ganz Heidelberg

Die Französische Woche bietet im 13. Jahr vom 12. bis 21. Oktober ein buntes und reiches Programm 

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Auch der Samstagsmarkt in der Weststadt macht mit: An den nächsten beiden Samstagen steht der Kulturmarkt ganz im Zeichen der französischen Woche. Am 13. Oktober findet ein Kunsthandwerks- und Fototag statt und am 20. Oktober wird aus Treffpunkt Willi „Rendez-vous chez Willi“. Foto: pm/IHKKG

Heidelberg. Auch 100 Jahre nach dem Ende des ersten Weltkriegs ist „La Grande Guerre“ fest verankert im Bewusstsein der Franzosen wie der Deutschen. Das Jahr 1918 begreifen wir gemeinsam als Symbol für Völkerverständigung und Frieden in Europa. Die diesjährige Französische Woche räumt dem Friedens-Gedanken und dem Frieden-Gedenken viel Raum ein. So zieht sich das Jahr 1918 wie ein roter Faden durch das Programm, ergänzt durch Veranstaltungen, in denen die Themenbereiche Frieden, Verständigung und Miteinander vertieft werden.

Die Eröffnungsveranstaltung der Französischen Woche am Freitag, 12. Oktober, widmet sich choreografisch der Jugend, die durch Krieg und Gewalt getötet wird. „Célébrer la jeunesse“ betitelt Didier Théron seine Arbeit, die auf dem Libretto „Le jeune homme et la mort“ von Jean Cocteau fußt, welches Théron wiederum mit Musik von Maurice Ravel kombiniert. Dem in Montpellier lebenden Choreografen gelingt es, auf eindringliche Weise Bilder zu kreieren, die den Kampf ums Überleben und die Hoffnung auf Neues zum Thema haben. Ort dieser spannenden Begegnung ist die Hebelhalle.
 
Das Jahr 1918 steht auch für Claude Debussy, dessen 100. Todestag 2018 begangen wird. Der einst umstrittene impressionistische Komponist forderte eine neue Formsprache in der Musik und outete sich als durchaus streitbarer Zeitgenosse. In etlichen Rezensionen begehrte er auf gegen das kulturelle Establishment in Paris, und auch seine Briefe an Verleger belegen seinen Unmut. Wie originell sich Debussy in Musik und Schrift äußern konnte, wird deutlich an ausgewählten Zitaten und Musikbeispielen, die der Autor Bernd Goetzke am Sonntag, 14. Oktober, bei einer Matinee im Völkerkundemuseum zum Besten gibt. Debussy-Fans kommen schon am Tag zuvor auf ihre Kosten. Beim schon fast legendären Tankturmfest am Samstag, 13. Oktober, tritt neben anderen Highlights das Mannheimer Leopoldensemble auf, das in seinem Programm „Salon français“ Debussy und Ravel sowie Camille Saint Säens und Kompositionen französischer Zeitgenossen aufführt.
 
Exemplarisch für die wechselvolle deutsch-französische Geschichte im 20. Jahrhundert steht die Geschichte von „Marthe et Mathilde“, die als Theaterperformance aufgeführt wird. Die in Berlin lebende französische Journalistin und Autorin erzählt die ungewöhnliche Geschichte ihrer beiden Großmütter, einer Deutschen und einer Französin im Elsass. Ihre unterschiedlichen Schicksale angesichts der brisanten deutsch-französischen Vergangenheit in Kriegszeiten interpretieren die Schauspielerinnen Petra Weimer aus Stuttgart und Catherine Javaloyès aus Strasbourg. Eine szenische Arbeit über Freundschaft und Feindschaft in deutscher und französischer Sprache ist zu erleben am Samstag, 20. Oktober, im Zwinger3.
 
Zeitgenössische französische Literatur wird in diesem Festivaljahr mit Renaudot-Preisträger Olivier Guez und seinem spektakulären Roman „Das Verschwinden des Josef Mengele“ im Vorprogramm am 9. Oktober präsentiert; im Laufe der Woche kommen zudem Marcel Pujol und Pascal Robert-Diard nach Heidelberg. Die Gerichtsreporterin Robert-Diard stellt am 16. Oktober mit ihrem Roman „Verrat“ einen der obskursten Kriminalfälle in der französischen Geschichte in der Stadtbücherei Heidelberg vor. Der „Fall Agnès Le Roux“ (1977) beschäftigte fast 40 Jahre die französische Justiz und Öffentlichkeit.
 
Philippe Pujol rechnet ab mit seiner Heimatstadt Marseille. In „Die Erschaffung des Monsters. Elend und Macht in Marseille“ beschreibt er, was schief läuft in der Stadt am Mittelmeer. Gewalt und Hoffnungslosigkeit herrschen vor und stehen seiner Ansicht nach repräsentativ für ganz Frankreich. Pujols bittere Beschreibungen von Parallel-Gesellschaften lesen sich wie eine Fortsetzung der legendären „Marseille-Trilogie“ von Jean-Claude Izzo. Am Donnerstag, 18. Oktober, werden im Friedrich-Ebert-Haus um 18 Uhr bei einem Apéritif littéraire Texte dieses legendären Krimiautors und Marseille-Chronisten in deutscher Sprache vorgelesen und mit Bildprojektionen illustriert. Um 20 Uhr folgen Lesung und Gespräch mit Philippe Pujol auf Französisch und Deutsch.
 
Gesellschaftskritik sowie Kritik an den Lebensumständen der französischen Frau hat Simone de Beauvoir als wesentliche und prominente Pariser Intellektuelle formuliert. Der Freundeskreis Literaturhaus Heidelberg erinnert an die Autorin des Welterfolgs „Das andere Geschlecht“ (1949) am Freitag, 19. Oktober, im Museum Haus Cajeth. Nie genug bekommen kann man von François Truffaut und seinem ebenso umfangreichen wie breit gefächerten cineastischen Werk. Deshalb wird nach dem Erfolg von 2017 die Truffaut-Retrospektive in diesem Jahr mit weiteren fünf Filmen des großen Filmemachers der Nouvelle Vague im Karlstorkino fortgesetzt.
 
Ganz dem Konzept der Französischen Woche entsprechend steht auch in diesem Jahr gleichberechtigt neben den prominenten Namen vor allem das große bürgerschaftliche Engagement, das die Heidelberger Akteure mit dem Thema ‚Frankreich‘ verbindet. Viele nicht explizit aufgezählte Veranstaltungen widmen sich etwa der Musik. Chansonabende sowie französischer Rock und Pop beleben auch 2018 das Festival, eine kulinarische Reise serviert Spezialitäten und Landestypisches drumherum, die Champagnerprobe darf ebenso wenig fehlen wie Bildende Kunst. Die Friedensbilder des Illustrators Zaü locken zu einem Kunstatelier, zu Workshop und Ausstellung in das Mehrgenerationenhaus in Rohrbach und ins Montpellier-Haus. Dort findet auch ein Erzähl-Workshop statt. Ein Kunsthandwerk- und Fototag wird vom Verein IHKKG e.V. am Samstag, 13. Oktober, auf dem Willi in der Weststadt organisiert.
 
Auf so manche Überraschung darf das Publikum gefasst sein, wenn es zum Abschluss am 21. Oktober augenzwinkernd heißt: „French Toast“. In einem französischen Eintagsmuseum werden Objekte ausgestellt, die für persönliche Erlebnisse von Heidelberger Frankreichreisenden stehen (das komplette Programm auf www.französische-woche.de).

Die Giganten der Urzeit

Heidelberg. Von Freitag, 12. bis Sonntag, 14. Oktober täglich von 11 bis 18 Uhr wird eine Wanderausstellung mit über 50 verschiedenen Dinosauriern in Original-Lebensgröße auf dem Messplatz in der Kirchheimer Weg in Heidelberg gezeigt, welche vor rund 250 Millionen Jahren auf der Welt gelebt haben. Vor Ort kann das Publikum alles Wissenswerte über die Urgiganten und die Geschichte ihrer Entdeckung erfahren. Ein unvergessliches und zugleich lehrreiches Erlebnis für Groß und Klein erwartet die Besucher in dieser faszinierenden und vielfältigen großen Ausstellungswelt der Dinosaurier.
 
In dieser mobilen Erlebnis-Ausstellung „Dinosaurier – im Reich der Urzeit“ werden der gefährliche Tyrannosaurus Rex, der räuberische Velociraptor, der gewaltige Brachiosaurus und viele weitere Giganten der Urwelt wieder zum Leben erweckt. Die täuschend echt wirkenden, lebensgroßen Modelle werden sich im Geiste der Betrachter bewegen und Geräusche machen, so dass sich die Gäste für kurze Zeit in längst verstrichener Vergangenheit bewegen, wie es wohl auch in unserer Heimat einst gewesen sein mag. So kann Groß und Klein diese gigantischen Tiere bestaunen, berühren und eintauchen in die Naturgeschichte vor hunderten Millionen Jahren.
 
In einem Filmzelt können Interessierte noch mehr über das Leben der Urzeit und ihrer damaligen Bewohner erfahren. Zudem dürfen Kinder auf einigen dieser Riesen der Urzeit auch reiten und die Eltern können schöne Erinnerungsfoto von diesem Erlebnis mit ihren Kindern machen. 
Mehr Infos gibt’s online unter www.dinorama.info.

Im Herbst für den Winter proben

Heidelberg/Schwetzingen. Selbstverständlich gibt es auch in dieser Spielzeit wieder das beliebte Barock-Fest „Winter in Schwetzingen“. Am 30. November wird dieses mit Vivaldis Oper „La Verità in Cimento“ eröffnet. Antonio Vivaldi zählt zu einem der bedeutendsten Komponisten. Diese Familientragödie von 1720 bildet einen Höhepunkt seines mittlerweile fast vergessenen Opernschaffens. Die international gefragte Künstlerin Yona Kim übernimmt die Regie bei der Geschichte um den Herrscher Mamud, der einst aus Liebe zu seiner Zofe Damira ein Kind vertauschte.Seinen unehelichen Sohn gab er als rechtmäßigen Thronfolger aus. Er bereut seine Tat und steht nun im Kreuzfeuer zwischen Macht, Liebe, Zorn und Moral...
 
Für dieses Meisterwerk sucht das Regieteam nun Unterstützung von theaterbegeisterten Statistinnen (ausschließlich Frauen!). Gesucht werden zeitlich flexible Damen, die sowohl auf der Probebühne im Heidelberger Pfaffengrund als auch im Rokokotheater Schwetzingen proben und spielen möchten. Sie sollten zwischen 20 bis 30 Jahre jung sein. Die Proben in Heidelberg beginnen am Montag, 22. Oktober. Am 2. November geht es dann auf nach Schwetzingen. 
 
Interessentinnen melden sich bitte bis zum Freitag, 12. Oktober, per E-Mail bei der Leiterin der Statisterie, Sandra Wisotzki, unter 
wisotzki.theater.heidelberg@ gmail.com. 

Theater Carnivore zeigt „Fast Faust“

Heidelberg. Das Theater Carnivore zeigt am Freitag und Samstag, 12. und 13. Oktober, seinen heiteren Klassiker „Fast Faust“, ein Lustspiel von Albert Frank nach J. W. von Goethe, in einer Wiederaufnahme im Romanischen Keller. Das Stück steht zum ersten Mal seit 2015 wieder auf dem Programm. 
 
André ist Gründer und Leiter des „Dramenterzetts”. Außer ihm gehören Hannah und Heiner dazu, die auch im richtigen Leben ein Paar sind. Das Trio hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle klassischen Dramen mit jeweils nur drei Personen zur Aufführung zu bringen. Heute steht „Faust” von Goethe auf dem Spielplan, doch Hannah ist nicht erschienen. André zwingt Heiner Hannahs Rollen zu übernehmen. Unter Protest schlüpft dieser also in die Rolle des Gretchen. Somit beginnt ein Theaterabend, der immer wieder an der Rivalität der beiden Protagonisten zu zerbrechen droht.
Es spielen Roland Heitz und Florian Kaiser (Regie: Roland Heitz, Ausstattung: Florian Kaiser).
 
Die Vorstellungen im Romanischen Keller in der Seminarstraße 3/Ecke Kettengasse beginnen um 20 Uhr. Karten gibt es über reservix.de, Reservix Vorverkaufsstellen (17 Euro) und an der Abendkasse (19 Euro).

Steinerne Zeitzeugen und ihre Geheimnisse

Heidelberg, Steine können Geschichten erzählen? Zumindest am Geocaching-Day der GIS-Station am Samstag, 13. Oktober. 
Das Klaus-Tschira-Kompetenzzentrum für digitale Geomedien der Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg bietet unter dem Motto „Felsen und Fassaden – steinerne Zeitzeugen verraten ihre Geschichte“ drei unterschiedlich kniffligen Erlebnisrouten an.

Wer alle Rätsel löst, entschlüsselt die Koordinaten des geheimen Verstecks, das am Ende der Touren auf die Schatzsucher wartet. Die Tour durch die Weststadt dreht sich um die typischen Elemente europäischer Baustile – für die Schatzsuchenden im Alter von vier bis sechs Jahren gibt es für diese Route außerdem ein Kids‘ Special. Mit dem eigens für sie entwickelten Mal-und Rätselheft wird auch für sie die Route zum Abenteuer.

 
Wie sich Neuenheim seit der Römerzeit entwickelt hat, erfahren die Schatzsuchenden, wenn sie sich auf die historischen Spuren des Stadtteils begeben. Wer noch etwas weiter zurück in die Vergangenheit reisen möchte, kann im ehemaligen Steinbruch Leferenz in Dossenheim einen Blick in die Erdgeschichte werfen. 
 
Für die richtige Orientierung und die nötige technische Ausrüstung sorgt die GIS-Station der Abteilung Geographie an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg: Um 10 und um 13 Uhr gibt es eine Einführung zum Geocaching und zur Nutzung der GPS-Geräte. Die GPS-Geräte können gegen ein Pfand kostenfrei ausgeliehen und bis 19 Uhr zurückgegeben werden. Die GIS-Station befindet sich im Czernyring 22/10, nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof Heidelberg entfernt. Die Teilnahme am Geocaching Day ist kostenfrei. Eine Anmeldung zur Teilnahme ist nicht erforderlich. Mehr Informationen zum Geocaching Day und zur GIS-Station gibt es auf der Webseite: www.gis-station.info.