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Feiertage mit Haustieren entspannt verbringen

Tiere reagieren, wenn sie sich überfordert fühlen, häufig mit Stress – Verhalten gezielt trainieren 

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Die Feiertage entspannt und stressfrei genießen: Mit einem gezielten Verhaltenstraining kann man Mieze und Bello schon vor den Festtagen auf den Trubel vorbereiten. Fotos: sasamihajlovic/denisval/stock.adobe.com/Agila/akz-o

(akz-o) Ein Festessen mit der ganzen Familie vor dem Weihnachtsbaum- und Schneekulisse – gepaart mit der großer Vorfreude auf eine feuchtfröhliche Neujahrs-Party. Worauf sich viele freuen, bedeutet jedoch für Hunde- und Katzenbesitzer oft eine Herausforderung. „Rund um die Feiertage herrscht nicht selten großer Trubel, der auch Vierbeiner nicht unberührt lässt“, weiß Melanie Ahlers, Tierärztin bei der Agila Haustierversicherung. 
 
„Tiere reagieren ähnlich wie Menschen, wenn sie sich überfordert fühlen: mit Stress.“ Umso wichtiger ist es also, dass Halter wissen, wie sie ihre vierbeinigen Lieblinge entspannt durch die aufregende Zeit bringen.
 
Besinnliche Tage? Von wegen!
 
Besonders an Weihnachten und Silvester häufen sich mögliche Stressfaktoren: Änderungen in der täglichen Routine, neue Personen und Orte, laute Geräusche und intensive Gerüche können Hunde und Katzen überfordern. „Der Körper schüttet dann Hormone aus, die die Tiere auf eine Verteidigung oder Flucht vorbereiten“, erklärt Melanie Ahlers. 
 
Über einen längeren Zeitraum hinweg kann sich das negativ auf die Gesundheit auswirken. „Hinzu kommen manchmal frühere negative Erlebnisse, beispielsweise mit Feuerwerkskörpern. Diese sorgen in ähnlichen Situationen für stärkere Stressreaktionen.“
 
Entspannende Vorsätze zu Neujahr 
 
Treten starke Stressreaktionen rund um die Feiertage auf, rät die Expertin zum gezielten Verhaltenstraining. „Dabei können gemeinsam mit einem Tierarzt individuelle Trainings- und Therapiepläne entwickelt werden. Am besten beginnen Halter damit bereits früh – als guter Neujahrsvorsatz für’s nächste Jahr sozusagen.“ 
Ein Mittel, wenn Hunde und Katzen besonders der Lärm zu Silvester stört, sind zum Beispiel CDs mit Knallgeräuschen. Diese werden zunächst so leise abgespielt, dass keine Stressreaktionen auftreten. Die Lautstärke kann dann nach und nach erhöht werden, bis die Tiere sich daran gewöhnt haben.
 
Kleine Mittel, große Wirkung
 
Egal ob zu Hause oder „auswärts“ gefeiert wird: Halter unterstützen ihre Lieblinge bereits mit einfachen Mitteln. Ein bequemes Körbchen oder die Lieblingsdecke in einem separaten Raum schützen Hunde und Katzen vor (gut gemeinten) Streicheleinheiten und vielen neuen Reizen. Dorthin können sie sich zurückziehen, wenn es ihnen zu viel wird. 
 
Ein weiterer Tipp: Lassen sich Besitzerinnen und Besitzer von Reizen wie Gästen, Musik, Geschenken und Co. selbst nicht aus der Ruhe bringen, wirkt sich das auch beruhigend auf ihre Lieblinge aus. Möchten Zwei- und Vierbeiner besonders lautes Feuerwerk an Silvester vermeiden, lohnt sich zum Beispiel eine Kurzreise nach Dänemark: Dort kommen lediglich Wunderkerzen zum Einsatz. Entspannung pur für empfindliche Ohren und Gemüter also!